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Microblogging meets Macroblogging

30 Juli 2009 1,514 views Ein Kommentar

Den eigenen Blog mit Twitter zu verbinden ist nicht sonderlich schwer. Und ich empfehle dies auch, denn ein zusätzlicher Twitterkanal erhöht die Aufmerksamkeit auf den Blog. Mittels des WordPress-Plugins Twitter Tools kann man dies einfach erreichen. Die Headline eines Blogpost wird mit TinyURL-Link automatisch in den zugehörigen Twitterkanal des Blogs geschickt. Wie das aussieht kann man sich hier für sltalk.de anschauen.

Wie aber sieht es mit der anderen Richtung aus? Und zwar von Twitter zum Blog. Hier scheint sich der Begriff TweetBack zu entwickeln, also ein Eintrag in den Blog-Kommentaren, sobald ein Tweet über den jeweiligen Artikel in Twitter erscheint. Was aber ist der Sinn dahinter? Der Sinn erschloß sich uns recht schnell. Je mehr Tweetbacks ein Artikel hat, desto bekannter ist der jeweilige Artikel in der Twittosphäre, ist ja klar. Die Tweetbacks sagen also etwas darüber aus, wie populär einer Blogartikel in der Twittosphäre ist.

Zur Zeit testen wir verschiedene Tweetback-Lösungen. Eine auf www.sltalk.de mit dem PlugIn TweetBacks von Joost de Valk. Eine weitere Lösung ist die TweetSuite von Dan Zarella, der sein TweetBack-Plugin integriert.

So schön die Idee mit den Tweetbacks auch ist, leider punkten beide PlugIns nicht mit Zuverlässigkeit. Das Tweetback-Plugin von Joost van Valk erkennt nur hin und wieder mal ein Tweetback auf Twitter und dann offensichtlich auch nur URLs, die mit dem Shortenerdienst TinyURL erstellt wurden, obwohl es normalerweise auch andere URL-Shortenerdienste unterstützen sollte. Insgesamt muss man aber sagen, dass das Plugin noch sehr bugy ist, was bereits von der Community diskutiert wird.

Die Tweetsuite haben wir auf erfolgreich-bloggen getestet. Hier kommen leider gar keine Tweetbacks an.

Um der Fehleranalyse nahezukommen, macht es Sinn, zu fragen, wie die PlugIns funktionieren. Alle PlugIns müssen permanent Suchanfragen an die Twitter-Suchmaschine senden und prüfen, ob die ShortURL eines Permalinks in den Suchergebnissen von Twitter vorkommen. Zuvor muss aber eine Anfrage an den jeweiligen Shortenerdienst gestellt werden, um die kurze Version des Permalinks zu berechnen. Und genau die Anzahl der vielen Anfragen scheint ein Problem darzustellen. Der Blog muss nämlich permanent Anfragen an Twitter senden und das für jeden Permalink des Blogs und für jeden unterstützten Shortenerdienst. Und das Ganze zyklisch, da ja immer neue Tweetbacks hereinkommen können, zum Beispiel jetzt zu diesem Artikel. Wenn ich Twitter wäre, würde ich solche automatisch erzeugten Anfragen zumindest teilweise abklemmen, um Performance einzusparen. Auf SLTalk haben wir das PlugIn so eingestellt, dass alle 15 Minuten eine Anfrage gestellt wird, der Abfrageintervall bei TweetSuite ist nach einer kleinen Anlayse des Quellcodes offensichtlich auf fix 5 Minuten eingestellt.

Bei SLTalk haben wir mit mehreren tausend Artikeln schon ein Problem. Bei einem Intervall von 15 Minuten können maximal 4 Anfragen pro Stunde und Shortenerdienst gestellt werden, also können gut 100 Artikel pro Tag und Shortenerdienst abgefragt werden. Bei 1000 Artikeln wären wir dann bei 10 Tage, um die Tweetbacks für einen Blog mit 1000 Artikeln zu ermitteln, wohlgemerkt für nur einen Shortenerdienst.

So gesehen, denke ich, sind die Tweetbacks zwar prinzipiell eine feine Sache, allerdings habe ich noch keine zufriendenstellende, und damit meine ich eine funktionierende TweetBack-Lösung, gefunden – leider, denn die Idee finde ich gut.

Wir werden berichten, wenn wir eine vernünftige Lösung gefunden haben. Bis dahin vielleicht einfach mal selbst ausprobieren oder hier Erfahrungswerte austauschen. Eine kleine, nicht vollständige, Übersicht über Tweetback-Lösungen habe ich übrigens auf pl0g.de gefunden. Hier werden einige Lösungen miteinander verglichen.

Über

Bloggt seit 2006 und ist Inhaber der Internetagentur SLTalk & Partner. Als Trainer und Berater ist er im IT-Umfeld bundesweit tätig. Er ist Dozent für Neue Medien an der DHBW Mannheim und an der Hochschule Fresenius tätig. Für den Studiengang Social Media Manager ist er am ILS Fernlehrer. Er ist Gründungsmitglied des BVMM und Mitglied bei der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM).

Ein Kommentar »

  • Alex L. :

    Hallo,
    ein sehr interessanter Artikel. Als ich diese Tweetbacks kennen gelernt habe, habe ich ein Tweetback-Plugin Tweetbacks von Joost de Valk direkt aus dem Plugin-Verzeichnis installiert. Dabei gingen im Laufe der letzten Woche keinerlei Tweetbacks ein, obwohl meine Artikel hin und wieder im Twitter verlinkt wurden.

    Nun habe ich soeben dieses Tweetback-Plugin von Florian Holzhauer installiert. Ich bin somit sehr gespant, ob das jetzt funktionieren wird. Twitter-Tools hatte ich bisher nicht im Blog gehabt und TwittSuite kannte ich bis hierher noch gar nicht.

    Nun bleibt es abzuwarten, bis erste Tweetbacks eingehen, damit ich dazu erfahrungsbedingt etwas sagen kann.

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