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Mehr Traffic ohne SEO

1 August 2009 1,418 views Ein Kommentar

Das Problem lässt sich einfach beschreiben. Große Unternehmen haben das Dilemma, dass das Internet zum Einen zum täglichen Arbeitswerkzeug gehört und gleichzeitig massiv von der Arbeit ablenken kann. Also werden Filter, sog. Proxys genutzt, um die Mitarbeiter kontrolliert ins Internet zu lassen. Dabei werden oft allerlei Seiten gesperrt, wie z.B. YouTube, Sex- oder Pornoseiten und Computerspieleseiten.

Da eine Firma nicht täglich das ganze Internet absuchen kann, überlässt man die Bewertung von Seiten großen Antivirtus- und Firewall-Herstellern, die sich darauf spezialisiert haben, die jeweiligen Webseiten und deren Inhalte in Kategorieren einzuordnen. Diese Listen werden dann permanent abgeglichen, sodaß die interne IT je nach Kategorie, dass erlaubte Internetangebot für Mitarbeiter steuern kann.

Gerade wenn klassische 1.0-Unternehmen zu der Leserzielgruppe eines Blogs gehören, muss man sich fragen, in welcher Kategorie der eigene Blog oder das eigene Webangebot liegt, um nicht versehentlich in einen Filter zu geraten, der sich nachteilig auswirkt.

Es kann also sein, dass man seine SEO-Hausaufgaben gemacht hat, aber trotzdem zu wenig Traffic hat, weil die Webseite für die Leserzielgruppe in Konzernen von der IT einfach gesperrt wird. Von daher ist die Headline dieses Artikels etwas verwirrend, SEO muss also sein, ist aber bei weitem nicht Alles. D.h. die Arbeit hört nicht bei SEO auf. Mann sollte sich nämlich informieren, wie das eigene Webangebot bei den einzelnen Contentfilter-Provider klassifiziert ist und ggf. Einspruch erheben.

Einer der größten solcher Provider ist McAfee®. Ich empfehle, regelmäßig zu prüfen, wie man bei den großen Contentfilter-Provider eingestuft wurde, um sein Angebot ggf. auch Konzernen bereitzustellen. Immerhin reden wir hier von einer nicht uninteressanten Leserzielgruppe. Ein solcher Filter kann bedeuten, dass man schnell mehrere hundert Besucher pro Tag verliert. Diese wollen zwar auf die in Google sichtbare Webseite zugreifen, können es aber schlichtweg nicht.

Bei McAfee® kann man eine einfache Abfrage über den URLChecker des Produktes TrustedSource™ durchführen.

Bleibt die nicht einfache Frage, welche Kategorisierung vorteilhaft und welche unvorteilhaft ist. Bei der Kategorie Games kann man davon ausgehen, dass Sie gerne zensiert/gefiltert/unterdrückt wird. Wie aber verhält es sich mit der Kategorie Wiki/Blogs? Das lässt sich so einfach nicht sagen, es kommt nämlich auf die Einstellung und die Unternehmenskultur des jeweiligen Unternehmens ein. Eine IT-Richtlinie bestimmt nämlich was gefiltert wird und was nicht. So ist ein 1.0-Unternehmen nicht gleich dem nächsten 1.0-Unternehmen. Hier helfen folgende Fragen weiter, um der Sache auf den Grund zu gehen:

  1. Wie konventionell oder nicht konventionell ist ein Unternehmen einzustufen ?
  2. Wie hoch ist die Bedeutung von Sicherheit? Oft besteht zu recht eine starke Angst durch die IT, sich über Socialmedia-Angebote, Wikis und Blogs Sicherheitsprobleme einzufangen.

Hier ein paar Erfahrungswerte: Moderne Kommunikationsunternehmen wie T-Mobile, Vodafone und Co. sind neuer Technologie und dem Internet gegenüber sehr aufgeschlossen und wenig restriktiv, während klassische Finanzdienstleister, Banken und Mittelständler eher konservativ eingestellt sind. Eine Bank für die ich kürzlich arbeitete, ist so konservativ und restriktiv eingestellt, dass selbst Entscheider im Marketing keinen Zugang zu YouTube und Blogs hatten. Erst nach explizitem Antrag wurden Ihre Accounts für die Seiten freigeschaltet.

So würde ich einem Blogbetreiber, der über BWL oder Controlling schreibt, abraten, sich in der Kategorie Blogs/Wikis listen zu lassen, wenn es für ihn wichtig ist Bankmitarbeiter unterhalb des Top-Managements anzusprechen, da meiner Erfahrung nach Blogs in solchen Häusern durchaus gesperrt werden. Allerdings ist die Fragestellung nicht ganz so trivial, weil Mitarbeiter A durchaus restriktivere Internetrechte haben kann, als Mitarbeiter B im selben Konzern. Glücklicherweise kann man bei McAfee eine Art “Einspruch” erheben, wenn die eigene Webseite aus persönlicher Sicht falsch kategorisiert wurde.

Über

Bloggt seit 2006 und ist Inhaber der Internetagentur SLTalk & Partner. Als Trainer und Berater ist er im IT-Umfeld bundesweit tätig. Er ist Dozent für Neue Medien an der DHBW Mannheim und an der Hochschule Fresenius tätig. Für den Studiengang Social Media Manager ist er am ILS Fernlehrer. Er ist Gründungsmitglied des BVMM und Mitglied bei der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM).

Ein Kommentar »

  • Norbert :

    “Wieder was gelernt” aus diesem Artikel und auch gleich beim Anbieter ausprobiert. Netterweise bietet der Anbieter auch gleich an das der geneigte Sitebetreiber seine site doch bitte selber in Kategorien einordnet. Da sollte man vorher aber doch mal drüber nachdenken …

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