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Das WordPress-Buch

11 August 2009 1,632 views 3 Kommentare

daswordpressbuch

Das Buch kommt im DIN A5-Softcover mit einem Umfang von 373 Seiten daher und richtet sich an Leser, die gerne auch einmal in PHP direkt Hand anlegen. Blogger muss man nicht sein, denn die Autoren fangen ganz soft mit einem Einführungskapitel an und erklären sehr gut und sachlich Begrifflichkeiten wie Newsfeed, Permalink, Trackbacks und Pingbacks, sowie den Zusammenhang mit dem Web 2.0-Begriff. Auch auf die vielfältigen Anwendungsgebieten eines Weblogs und die Abgrenzung zu Content Management Systemen wird eingegangen.

Gefolgt wird das erste Kapitel von einer Einführung zu WordPress. Das Kapitel geht inhaltlich auf die WordPress-Historie ein. Man erhält einen Eindruck davon, was WordPress leisten kann und wie man das Erscheinungsbild mittels Themes verändert und die WordPress-Funktionalitäten mittels PlugIns erweitert.

Im dritten Kapitel beantworten die Autoren alles rund um das Thema Installation und Wartung. Zudem zeigen Sie, wie man einer lokale WordPress-Installation mittels XAMPP realisiert. Besonders hervorzuheben ist, dass die Autoren auch auf den Update-Vorgang eines laufenden Blog-Systems eingehen.

Das komplette vierte Kapitel widmet sich mit 20 Seiten der Administrationsoberfläche im Detail.

Sehr gut gefallen mir die im nachfolgenden Kapitel beschriebenen Schwerpunkte, die ein gutes Blog ausmachen. Hier legen die Autoren sinvollerweise Wert auf den Aspekt der Vernetzung und die Mechanismen, die mittels einer Blogging-Software wie WordPress bereitstehen. Auch das wichtige Thema Impressum, dass in vielen Büchern unterschlagen wird, wurde hier mit aufgenommen. Ein kleiner Hinweis auf die rechtliche Grundlage, das Telemediengesetz (TMG), wäre das Sahnehäubchen gewesen.

Die in Kapitel 2 angedeuteten PlugIns und Themes werden dann im sechsten Kapitel administrativ behandelt.

Die zwei wichtigen Themen für erfolgreiches Bloggen, nämlich das Thema Suchmaschinenoptimierung und Sicherheit lassen die Autoren ebenfalls nicht aus, hierfür spendieren Sie insgesamt gute 50 Seiten. Sehr hilfreich und neu fand ich die Seite www.blogsecurity.net, um mittels eines WordPress-Sicherheitsscanners die Sicherheit des eigenen Blogs bequem zu scannen. Das die Autoren ihr Fach verstehen, beweisen Sie auch dadurch, dass Sie ein kleines WordPress-PlugIn bereitstellen, dass u.a. die WordPress-Version in den RSS-Feeds und sonstigen Dateien unterdrückt. Dies erschwert evtl. Hackern die Arbeit. Weitere Hinweise findet man dazu im Übrigen auch hier.

Nachdem sich die Autoren in den ersten Kapiteln offenbar “warm” geschrieben haben, legen Sie ab Kapitel 9 erst richtig los. Hier bearbeiten Sie WordPress MU, eine WordPress-Plattform um mehrere WordPress-Blogs gleichzeitig unter einem Dach zu betreiben. Das Ganze runden Sie sauber ab durch zwei weitere Kapitel, indem Sie im Detail auf die Entwicklung von Themes und Plugins eingehen. Im Teil “Theme-Entwicklung” gehen Sie unter anderem auch auf YAML ein. Im PlugIn-Teil wird der WordPress-Stack, sowie die PlugIn-API inkl. des Event-Handler-Modells mit Hooks und Filter beschreiben.

Last but not Least zeigen die Beiden, wie man aus WordPress sogar einen Webshop baut. Außerdem haben Sie in den Anhang wertvolle Informationen zum Nachschlagen gepackt, wie wertvolle Links für Entwickler im Überblick und das Datenbankmodell von WordPress.

Abschließend kann ich nur sagen, eine runde Sache und ein Buch das mich bei meinen WordPress-Arbeiten sicherlich begleiten wird. Für Jeden der mehr aus WordPress herausholen will und programmiertechnisch selbst Hand anlegen kann, eine Anschaffung die mir 34,90 € ihr Geld wert ist.

Über

Bloggt seit 2006 und ist Inhaber der Internetagentur SLTalk & Partner. Als Trainer und Berater ist er im IT-Umfeld bundesweit tätig. Er ist Dozent für Neue Medien an der DHBW Mannheim und an der Hochschule Fresenius tätig. Für den Studiengang Social Media Manager ist er am ILS Fernlehrer. Er ist Gründungsmitglied des BVMM und Mitglied bei der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM).

3 Kommentare »

  • Frank :

    Vielen Dank für die ausführliche und positive Rezension!

  • Tari :

    Glaubst du das Buch ist eher für Anfänger, versierte Anwender oder Fortgeschrittene geeignet?

  • admin (author) :

    Hallo Tari,

    für versierte Anwender bis Fortgeschrittene mit Programmierkenntnissen und nicht für “reine” Nutzer.

    Da Frank und Thomas u.a. beschreiben, wie man ein PlugIn entwickelt, sind eher Programmierer angesprochen, die PHP-Kenntnise haben und etwas mit Callback-Funktionen und etwas mit Event-Handler-Strukturen (Hooks und Filter) anfangen können bzw. nicht davor zurückschrecken, in PHP Änderungen vorzunehmen. Ich empfehle das Buch für Leute, die in PHP bereits programmieren können. Wer vorm programmieren allerdings “zurückschreckt”, sollte sich nach anderer WordPress-Literatur umschauen.

    Als Voraussetzung würde ich mind. folgende Kenntnisse beschreiben: HTML, CSS, PHP, HTTP.

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